Rezepte aus einem Kriegskochbuch anno 1916

Kloßsuppe

Das Wasser, in dem die Klöße gekocht werden, darf nicht fortgegossen werden, denn es gibt, mit verschiedenen Zutaten gewürzt, billige und schmackhafte Suppen, denen auch der Nährwert nicht fehlt.

Man kocht einige geschälte, kleingeschnittene Kartoffeln breiig und gießt die vom vorhergehenden Tage übriggebliebene Kloßbrühe dazu.

Indem sie langsam an der Seite des Feuers erwärmt werden, kocht man 2 bis 3 fein geschnittene Möhren, einen Porree und einen Sellerie weich, gibt sie in die Kloßbrühe und kocht alles zusammen nochmals auf.

Man kann die Kloßbrühe auf schnelle Art verwenden wenn man sie mit einem Stück Zitrone aufkocht, mit Salz abschmeckt und nötigenfalls mit etwas Roggenmehl sämig macht.

Desgleichen schmeckt die Kloßbrühe gut, wenn man sie mit Milch vermischt und etwas süßt.

Ist sie nicht sämig genug, kocht man kleingeschnittene Semmeln oder Brotreste hinein.

Etwas übriggebliebene Fleischbrühe an das Kloßwasser gegossen, macht wohlschmeckend, wenn man als Gewürz geriebene Muskatnuß verwendet.

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